Reisebuero-Beratung

Brandt-Touristik-Consulting

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Die Lage der Reisebüros von H.U.Brandt

Die Stimmung in den meisten Reisebüros ist nach der Thomas Cook Pleite recht gedämpft. Der Vertriebsklima-Index der FVW, der sich im August gerade etwas erholt hatte, zeigt auch ein Minus an. Steht ein Ende der Pauschalreise, dem wichtigstenElement der Reisebüro-Erträge, bevor?  Der Anteil der Pauschalbuchungen liegt  bei NON-IATA Büros bei nahezu 90%?  Sicher – die Kunden sind – nicht ganz zu Unrecht – verunsichert. Jahrelang hatte man Ihnen – aber auch den Reisebüros gesagt – dass u.a. der Wert einer Pauschalreise im Sicherungsschein läge, der sie bei allen Eventualitäten, absichere. Nun müssen Sie feststellen, dass die Absicherung durch die  Versicherung bei einem Global Player  wie Thomas Cook nicht ausrecht.  Leider wird die Touristik ja nicht wie die Banken als systemrelevant angesehen, dass hier z.B. der britische Staat eigegriffen hätte. 

Nun kann man einerseits beruhigen – alle bisherigen Krisen, angefangen von der ersten Irak-Krise bis hin zu diversen Epedimien und entsprechenden Sorgen der Kunden haben die meisten Büros überlebt.Diejenigen, die tatsächlich an diesen Kriesen gescheitert sind, hatten schon vorher massive finanzielle Probleme und waren meist schlecht organisiert. Doch was können Reisebüros tun, um Ihre Kunden an sich zu binden und Ihre Unsicherheit zu nehmen. Wir können davon ausgehen, dass die generelle Reiselust der Deutschen nach wie vor ungebrochen ist – doch ist es natürlich verständlich, dass die Kunden sich nun fragen, wo denn noch der Vorteil einer im Reisebüro gebuchten Pauschalreise liegen soll, wenn die finanzielle Sicherheit nun auch nicht mehr gegeben ist. 

Natürlich müssen wir alles tun, um den Kunden davon zu überzeugen, dass der Fall Thomas Cook sich so nicht noch einmal wiederholen wird. Kein anderer Veranstalter – mal abgesehen von der TUI  kann bei einem Konkurs mehr als 110 Mill. Schaden hervorrufen und diese wird mit Sicherheit auf Grund ihrer diversen gut  ausgewählten Beteiligungen in Sachwerte wie Hotels etc. nicht so schnell insolvent werden. 

Denjenigen, die aber noch immer spektisch bleiben, kann solte man aber eine Alternative bieten – auch wenn diese natürlich mehr Arbeit macht.

Bieten Sie Ihrem kunden doch an, die Reise nach dem Bauckastenprinzip persönlich für ihn zusammenzustellen. Wenn  der Kunde direkt an das Hotel zahlt, hat er zum einen die Sicherheit, dass das Hotel wirklich bezahlt ist und sein Geld nicht auf dem langen Weg zum Hotel irgendwo „verloren“ gehen kann. Zum anderen ist es dann für das Büro keine Eigenveranstaltung, die mit einem Sicherungsschein abgedeckt werden müsste. Sie erhalten dann vom Hotel Ihre  Provision direkt und dem zögerlichen Kunden, wie dem Reisebüro ist geholfen. Ich höre schon den Einwand, dass man dann ja seine Mindestumsätze nicht schaffen könne – doch gilt dieser Vorschlag ja nur für absolut verunsicherte Kunden, die sonst gar nicht oder ganz ohne das Reisebüro buchen würden. 

Allerdings ist – so traurig es auch sein mag – ohnehin mittel- bis langfristig davon auszugehen,  dass durch den seit Jahren ansteigenden Anteil von Online-Buchungen der Kuchen an 0-8/15 Pauschalreisen für die Reisebüros immer kleiner wird. So wird es für diese immer wichtiger werden, Nischen zu finden, die so nicht oder nicht gleichwertig im Internet zu buchen sind  bei der es noch auf wirkliche Beratungskompetenz ankommt. Je früher man damit anfängt, sich ein zweites touristisches Bein aufzubauen, je besser. Der nächste Punkt ist, dass die allermeisten Reisebüros die aufkommende Gefahr des Netzes völlig ignoriert haben – es einigen Global Playern, wie OPODO, Expedia und anderen überlassen haben, große Teile des Marktes an sich zu ziehen. Noch heute kann ich bei vielen Webseiten von Reisebüros, die meist die entsprechenden Angebote der Kooperationen nutzen, nur den Kopf schütteln. Wo ist dort ein Design, das einen surfenden Kunden einfängt?  Dazu Monotonie auf allen Seiten – fast alle sehen fast gleich aus. Die häufigste Antwort, die ich dazu höre: Da hat ohnehin in den fünf  Jahren,  die ich die Seite habe, nur einer drauf gebaucht. Ja, warum sollte dann jemand auf solch einer Seite buchen, frage ich mich?  Das ist die gleiche Frage, was denn zuerst da war – die Henne oder das Ei. Natürlich das Ei – nämlich eine attraktive Website muss zuerst da sein – bevor es zu Buchungen kommen kann. 

Ich berate Sie gern, wie Sie in dieser nicht einfachen Zeit bestehen können. 

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